„2019 wird das Jahr der Veränderung im Nahverkehr“

Am 18. Oktober haben der Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen und die Marbacher Grünen zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Verkehrswende“ in den Schlosskeller in Marbach eingeladen. Zentrale Frage des Abends „Was tun gegen Stress, Staus und dicke Luft?“. Zu Gast war VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Daniel Renkonen stellte das umfangreiche Konzept der Landesregierung vor, das v.a. auf den Ausbau des Nahverkehrs setzt. Dazu hat das Land das „Zielkonzept 2025“ beschlossen: Metropolexpresszüge, landesweiter Stundentakt, moderne Schienenfahrzeuge. Darüber hinaus Expressbusse auf eigenen Busspuren, Radschnellwege und neue Tarife im ÖPNV. „2019 wird das Jahr der Veränderung im Nahverkehr“, kündigte Renkonen mit Blick auf die VVS-Tarifreform ab April nächsten Jahres an. Diese wird vom Land mit 42 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Außerdem setzt das Land den BWTarif um; ab 2021 wird man mit nur einem Ticket an das Ziel seiner Wahl kommen.

Gleichzeitig übte Renkonen Kritik an der Stadtplanungspolitik der Vergangenheit: Mit breiten Straßen und vielen Parkplätzen sei diese zu sehr aufs Auto ausgerichtet worden. „Das war grundfalsch“, betonte der Landtagsabgeordnete.

VVS-Geschäftsführer Hachenberger stellte zu Beginn seines Vortrags klar: „Co2-Emissionen sind kein Grünen- oder Verbotsthema. Wir sind angesichts des Klimawandels mitten in der Realität“. Auch für Hachenberger steht fest: Neben „Push-Faktoren“ wie der Verbesserung des Nahverkehrs, muss es unbedingt auch „Pull-Faktoren“ geben, d.h. Maßnahmen, die das Autofahren unattraktiver machen, wie etwa Parkraumbewirtschaftung und eine Bevorrechtigung von Bussen.

Zu den Push-Faktoren zählt die VVS-Tarifreform, die Hachenberger ausführlich vorstellte. Die 52 Tarifzonen im VVS-Gebiet werden auf fünf Ringe reduziert. Stuttgart wird zu einer einzigen Zone. Für viele Kunden bedeutet dies eine erhebliche Verminderung des Fahrtpreises, Pendler sparen bis zu 30 Prozent. Das für die Preiswahrnehmung so entscheidende Einzelticket wird in Stuttgart nach der Reform das günstigste von zehn großen Städten in Deutschland.

Nach dem informativen Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen loszuwerden.

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