Besuch mit Verkehrsminster Hermann beim ZSW in Stuttgart

Bild oben (c) ZSW

Auf seiner diesjährigen Sommerreise besuchte Verkehrsminister Winfried Hermann am 2. September 2020 das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart, um sich über den aktuellen Stand der Forschungsaktivitäten im Bereich Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe zu informieren.

Der Verkehrsminister Winfried Hermann wurde bei seinem Besuch begleitet von Peter Pätzold, Baubürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Daniel Renkonen, Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, MdL sowie Vertretern des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg.

(c) ZSW / Dr. Marc-Simon Löffler (links) vom ZSW erläutert Verkehrsminister Winfried Hermann und Daniel Renkonen die Funktionsweise einer Elektrolyse-Anlage.

Die Themen des Ministerbesuches drehten sich vor allem um die Frage, wie die klimafreundliche Mobilität landes- und bundesweit künftig ausgebaut werden kann. Eine zentrale Rolle spielt neben der Elektromobilität die Wasserstoffwirtschaft. Hierfür hat das Land rund 18 Millionen Euro an Fördergeldern in die HyFab-Forschungsfabrik zur Brennstoffzellenproduktion am ZSW in Ulm investiert. Institutsleiter Dr. Ludwig Jörissen betonte, dass der „nachhaltige Effekt“ bei der Wasserstoffgewinnung erst dann eintritt, wenn Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Auf die Nachfrage von MdL Daniel Renkonen, ob überhaupt genügend Wasserstofftankstellen gebaut werden könnten, antwortete Jörissen mit einem klaren „Ja“. Die Betankung eines Wasserstoff-Fahrzeuges dauere nur rund fünf Minuten und sei damit deutlich schneller als der Ladevorgang bei einem Elektroauto.
Verkehrsminister Winfried Hermann kündigte derweil den Ausbau weiterer Schnellladesäulen in den Städten des Landes an. Er forderte die Autoindustrie auf, den Fokus eindeutig auf die Produktion von Elektro- und Brennstoffzellenantrieben zu richten.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) entwickelt Lösungen für alle Formen der nachhaltigen Mobilität. Es erforscht nachhaltige Energieträger, Speichersysteme und Komponenten und untersucht deren Marktintegration in verschiedenen Mobilitätskonzepten. Dazu zählen insbesondere die Erforschung nachhaltiger Materialien für die batterieelektrische Mobilität bis hin zum Recycling, neue Produktionsverfahren auch mit KI-Unterstützung sowie Lebensdauer- und Sicherheitstests. Zur langjährigen Expertise des ZSW gehören außerdem die Entwicklung und Tests von Brennstoffzellen, die Überprüfung von Tankvorgang und Wasserstoffqualität an Abfüllstationen sowie strombasierte Kraftstoffe auf der Grundlage von grünem Wasserstoff für eine klimaneutrale Mobilität.

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