“DAS NÄCHSTE GROSSE DING” – Grüne Ideen für mehr Innovation

Was haben Auto, Fahrrad, Rechenmaschine, Teebeutel und Dauerwelle gemeinsam? Richtig – das alles sind Erfindungen aus Baden-Württemberg. Wir haben uns über die Zeit nicht umsonst den Titel „Land der Tüftler und Denker“ erarbeitet. Aber wir dürfen uns auf diesem Titel nicht ausruhen. Egal, ob Stickoxide in der Luft oder der Wandel der Arbeitswelt: Wir brauchen kreative, neuartige Lösungen, um die richtigen Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Deshalb haben wir auf unserer Klausur einen Blick in die Glaskugel gewagt und uns mit dem Zukunftsforscher Detlef Gürtler ausgetauscht. Außerdem haben wir ein Positionspapier zur Innovation verabschiedet.

Für uns GRÜNE liegt Innovation nicht nur in einer einzelnen Erfindung, Innovation bedeutet für uns eine Haltung, mit der wir Dinge neu ergründen und grün denken wollen.

Unser Anspruch ist ganzheitlich ausgerichtet: Wir wollen Innovation nicht nur technisch und wirtschaftlich begrenzen –  wir müssen auch die ökologische und gesellschaftliche Ebene einbeziehen.     Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, kann Baden-Württemberg zum Pionierland für grüne Innovationen werden.

Was ist grüne Innovation?  Wir haben uns auf den Weg gemacht, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln und die Wende hin zu einer ökologischen, nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Dass dies kein Widerspruch ist, haben wir in den letzten acht Jahren grün-geführter Landesregierung gezeigt: Wir gestalten wirksam Ressourceneffizienz und schaffen Arbeitsplätze. Kleine und mittlere Unternehmen wollen wir mit einem klugen Forschungsbonus steuerlich unterstützen. Nur so können wir das Potenzial unseres Mittelstandes für gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderung voll ausschöpfen. Hier greifen die Pläne des Bundes viel zu kurz.

Wir leben in einer neuen Ära sozialer Experimente, in denen die Pioniere heute heißen: Soziale Netzwerke, Car-Sharing und Flat-Sharing, Cofounding, Coworking, Cohousing. All dies sind soziale Innovationen, Prototypen einer neuen Kooperationskultur. Wir müssen soziale Innovation als Chance sehen, gesellschaftliche Umbrüche von vornherein abzufedern und Hand in Hand mit dem technischen Fortschritt zu gestalten.

Austausch und Beteiligungsformate als Ökosystem für Innovation 

Kreativität entsteht dort, wo Talente sich entfalten könnten, wo es Freiräume für Vielfalt, Spontaneität und Unkonventionelles gibt. Dafür brauchen wir ausreichende finanzielle Freiräume für Grundlagenforschung. Ich setze mich dafür ein, dass wir im neuen Hochschulfinanzierungsvertrag eine solide Basis schaffen. Starke Hochschulen zahlen sich doppelt aus: Sie sind Innovationslabore und Qualifikationsort unserer Fachkräfte.

Zentral ist für uns, dass wir ein Ökosystem für Innovation mit Austausch- und Beteiligungsformaten schaffen, das Wissenschaft und Gesellschaft miteinander vernetzt. Kurz gesagt: Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, etwa indem wir zum Beispiel Reallabore und Citizen Science-Projekte stärken.

Zusammengefasst: Wir müssen neue Bündnisse schmieden, müssen auch Machtstrukturen in der Gesellschaft aufbrechen und grenzüberschreitend denken. Deshalb wollen wir eine flexible und vernetzte Anlaufstelle für dieses Thema einrichten – für eine Innovationspolitik aus einem Guss.  


Potenziale entfalten, Fortschritt neu denken: eine grüne Innovationspolitik für Baden-Württemberg


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