Förderung für das „Bricklebrit“ in Erligheim

Renkonen und Gramling MdL zu neuem Förderprogramm:„Kultur in kleinem Rahmen trotz Corona ermöglichen“Ob Musik, Schauspiel, Kino oder bildende Kunst: Kultur soll im kleineren Rahmen auch während der Corona-Pandemie möglich sein. Für dieses Ziel setzt sich die Landesregierung mit dem neuen Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ ein.

Von der ersten Förderrunde profitiert auch der Verein „Das Bricklebrit e.V. 1. Mundart-, Lieder- und Geschichtenhaus“ in Erligheim. Für die Umsetzung des Projekts „Kulturherbst im Dorf – digital und analog“ erhält der Verein 28.525 Euro. Das teilen die beiden Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen (Grüne) und Fabian Gramling (CDU) mit.

In dieser Förderrunde wurden 50 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von ca. 1,4 Mio. Euro ausgewählt. „Das Land ist ein verlässlicher Partner für die Kulturszene – auch und vor allem unter Pandemiebedingungen.Die Unterstützung der Kultur in diesen Zeiten ist schließlich enorm wichtig“, sagen Renkonen und Gramling.

Das Bricklebrit ist ein Ort für Freunde schwäbischer Kultur, aber auch anderer mundartlicher Ausprägungen. Vorwiegend treten Künstlerinnen und Künstler auf, die ansonsten wenige Gelegenheiten bekommen, sich zu präsentieren. Zum Programm gehören unter anderem Veranstaltungen auf der Kleinkunstbühne und eintrittsfreie Quiz- und Mitsingabende. Geplant sind auch integrative Musik- und Theaterprojekte für Menschen mit und ohne Handicaps.

Die Mittel für das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ stammen aus dem Masterplan Kultur BW von Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne), mit dem sie dem Kulturbetrieb bereits im Mai eine Öffnungsperspektiv gegeben und verschiedene Hilfsangebote in Corona-Zeiten zugesagt hatte.
„Uns ist bewusst, dass es Kulturschaffende momentan nicht leicht haben. Es gelten Hygienestandards, die den Spielbetrieb, wie wir ihn in alter Form hatten, in dieser und auf absehbarer Zeit nicht möglich machen. Dennoch brauchen wir kulturelle Angebote – auch in Zeiten von Corona. Wir müssen diese schwierige Balance zwischen Gesundheitsschutz und öffentlichem kulturellem Leben hinbekommen. Genau das verfolgen wir mit dem neuen Kulturförderprogramm“, sagen Renkonen und Gramling. Das Projekt von Bricklebrit e.V. zeige vorbildlich, wie Kunst und Kultur unter widrigen Bedingungen stattfinden können, so die beiden Abgeordneten abschließend.Zum Programm „Kunst trotz Abstand“:Das Impulsprogramm „Kunst Trotz Abstand“ schließt an das Programm „Kultur Sommer 2020“ an. Mit dem Impulsprogramm unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Arbeit von Kultureinrichtungen, Vereinen der Breitenkultur sowie freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern in Höhe von insgesamt 7,5 Mio. Euro. Die Mittel stammen aus dem Corona-Hilfsprogramm für Kunst und Kultur.

Gefördert werden künstlerische Darbietungen sowie die Entwicklung und Erprobung neuer Formate, zielgruppenspezifischer Angebote und künstlerischer Konzepte, die trotz der derzeitigen Auflagen umgesetzt werden können. Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (zum Beispiel Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos, Clubs etc.) sowie Vereine der Breitenkultur mit Sitz in Baden-Württemberg.

Gefördert werden u.a. Honorare für das Engagement freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler aller Sparten sowie anteilige Honorarkosten, die Vereine der Breitenkultur für Chorleiter und/oder Dirigenten zahlen.Zu den Förderkriterien gehören künstlerische Qualität, Qualität der Zielgruppenansprache, der Beitrag des Projekts zur Positionierung und/oder Neuausrichtung des Antragstellers und dessen künstlerischen und kulturellen Angebots sowie die Angemessenheit der Kosten. Zu den Corona-Hilfen für den Kulturbereich:Das Impulsprogramm ist ein Baustein von vielen zur Unterstützung des Kulturbereiches während der Corona-Pandemie. Insgesamt stellte und stellt das Land Baden-Württemberg der Kultur bisher mehr als 200 Millionen Euro an Corona-Hilfen zur Verfügung. Mehr als 75 Mio. Euro flossen über die Soforthilfen an Künstlerinnen und Künstler. Bundesweit einmalig bleibt hier die Aufstockung der Überbrückungshilfe des Bundes um einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von 1.180 Euro durch das Land. Hinzukommen ein Corona-Hilfsfonds für Kunst- und Kultureinrichtungen (32,5 Mio.), ein Soforthilfeprogramm für die Vereine der Breitenkultur (10 Mio.) und die Programme „Kultur Sommer 2020“ (4 Mio.) sowie das jetzt gestartete Nachfolgeprogramm „Kunst trotz Abstand“.

, ,
Vorheriger Beitrag
Verkehrsministerium passt Förderung von elektrischen Fahrzeugen an
Nächster Beitrag
Neues Förderprogramm als Motivator für hochwertige energetische Gebäudesanierung

Ähnliche Beiträge

Menü