Grüne setzen sich für zweigleisigen Streckenausbau auf der Franken- und Kraichgaubahn ein

Verkehrsministerium bestätigt auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen „große Qualitätsmängel” auf einigen Strecken – veraltete Schienenfahrzeuge eine Ursache

Auf Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen hat das Verkehrsministerium in Stuttgart bestätigt, dass es auf der Frankenbahn weiterhin große Qualitätsprobleme gibt. Die Sechs-Minuten-Pünktlichkeit lag im September 2018 bei 84,57 Prozent anstatt der mit dem Land vereinbarten 94 Prozent. Noch angespannter ist die Situation auf der Stadtbahn Karlsruhe der Linie S 4 nach Heilbronn. Dort ist die sogenannte Sechs-Minuten-Pünktlichkeit am Haltepunkt Eppingen im September auf ein historisches Tief von 65,84 Prozent gefallen. „Die Situation ist absolut unbefriedigend, weil immer noch zu viele Altfahrzeuge im Einsatz sind und die Kapazitäten des Schienennetzes hinten und vorne nicht ausreichen”, steht für den Grünen-Verkehrspolitiker fest.

Die Grünen im Landtag setzen sich nun für einen schnellstmöglichen Ausbau des eingleisigen Streckenabschnitts zwischen Möckmühl und Züttlingen auf der Frankenbahn ein. „Da ist schon zu viel Zeit verplempert worden”, so Renkonen.

Zudem müsse auch der eingleisige Streckenabschnitt zwischen Leingarten und Schwaigern ausgebaut werden, damit sich die Zugverspätungen im täglichen Betriebsablauf nicht aufschaukeln.
„Wir werden auch darauf drängen, dass der neue Anbieter Go-Ahead seine klimatisierten Triebwagen auf der Frankenbahn bereits teilweise zur Bundesgartenschau in Heilbronn ab April 2019 einsetzen darf”, kündigt Renkonen an.

Verkehrsminister Winfried Hermann rechnet damit, dass sich durch die Neuausschreibungen die Betriebssituation auf den einzelnen Netzen wie der Frankenbahn deutlich verbessert. „Der aktuell eingesetzte Fahrzeugpark ist häufig von Störungen betroffen und verursacht so leider immer wieder Verzögerungen”, teilt Hermann in der Anfrage mit. Immerhin arbeitet das Land zusammen mit der Deutschen Bahn AG derzeit fieberhaft an Verbesserungen entlang der Strecke, um die Kapazitäten für die Regionalbahnen zu erhöhen.

So wurde in Züttlingen eine zweite Bahnsteigkante geschaffen, sodass zur Bedienung weder Querfahrten noch Fahrten im Gegengleis mehr notwendig sind. Für den Bahnhof Möckmühl ist ebenfalls ein Umbau geplant, durch den der niveaugleiche Übergang zwischen den Bahnsteigen entfällt. Dadurch wird dann ein Halt von zwei Zügen in beide Richtungen ermöglicht.

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