Halbherziger Kohleausstieg „schwärzt” die Klimabilanz

Zu spät, zu teuer und technologisch fragwürdig. Der halbherzige Kohleausstieg der Bundesregierung ist ein Flop. Anstatt zuerst die besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke in Ostdeutschland abzuschalten, soll ausgerechnet eines der modernsten Steinkohlekraftwerke Datteln IV mit einer Leistung von 1.100 Megawatt in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr abgeschaltet werden. Es läuft sogar noch im Probebetrieb.

Nach dieser verqueren Entscheidung von Schwarz-Rot ist klar: Das Kohleausstiegsgesetz „schwärzt“im wahrsten Sinne die deutsche Klimabilanz. Zudem wird den Betreibern der Ausstieg mit 4,3 Milliarden Euro versüßt. Statt dieser Scheckbuchpolitik wäre es viel besser gewesen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Bau von modernen Gaskraftwerken durch neue Kapazitätsmärkte zu bessern.

Der Kohleausstieg in Deutschland muss schneller vorangehen und spätestens im Jahr 2030 vollzogen werden. Ansonsten wird Deutschland die Kliamziele von Paris reißen. Denn die volkswirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel gehen weltweit jetzt schon in die Billionen Euro. Da sollte zumindest ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen!

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