Keine neuen Lärmmessungen an der A 81 bei Freiberg

Verkehrsministerium lehnt Vorstoß des Grünen-Abgeordneten Daniel Renkonen ab – dieser will aber nicht lockerlassen

Dämpfer für die Stadt Freiberg und den Grünen-Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen: Das Verkehrsministerium in Stuttgart hat den Vorschlag des Grünen-Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen abgelehnt, neue Lärmmessungen entlang der A 81 in Freiberg zu veranlassen. „Zur Beurteilung der Lärmsituation an Straßen sind nach der aktuellen Gesetzeslage ausschließlich Berechnungen zugelassen”, teilt Ministerialdirektor Uwe Lahl in einem Schreiben an Renkonen mit. Daher seien die Berechnungsergebnisse des Regierungspräsidiums Stuttgart aus dem Jahr 2014 immer noch aktuell, so das Ministerium.

Renkonen kündigte an, dass er sich weiter für einen verbesserten Lärmschutz insbesondere entlang der Freiberger Neckarbrücke einsetzen werde. „Dort ist die offene Flanke”, so der Abgeordnete. Der Politiker hatte ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern ins Gespräch gebracht, um die Anwohner besser vor dem Schall von der Autobahn zu schützen. Die Ausweisung von 100 Stundenkilometern setzt aber einen Unfallschwerpunkt oder überhöhte Lärmwerte voraus. Beide Voraussetzungen sind nach Ansicht des Verkehrsministeriums momentan nicht erfüllt. Um die erhöhten Lärmwerte zu reduzieren, „wurde als Straßenbelag ein lärmarmer Splittmastixasphalt (SMA LA) eingebaut. Vor allem durch die vorhandene Topographie war es jedoch nicht möglich, an allen Gebäuden der autobahnnahen Wohngebiete die Lärmbelastung unter die Auslösewerte für die Lärmsanierung zu senken”, räumt der Ministerialdirektor in seinem Schreiben an Renkonen ein.

Der Grünen-Politiker pocht nun auf dem Bau einer Lärmschutzwand entlang der rund 400 Meter langen Neckarbrücke. „Die Brücke muss ohnehin saniert werden, und da können Bund und Land nicht 20 Jahre auf den Autobahnausbau warten”, steht für Renkonen fest.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es auch für die Stadt Freiberg. Sie könnte die Autobahn nach Angaben des Ministeriums in ihren Lärmaktionsplan mit einbeziehen. Dadurch könnte eine Geschwindigkeitsreduzierung von 120 auf 100 Stundenkilometer beantragt werden. Dies bewirke eine Reduzierung des Lärmpegels um rund 1 Dezibel, teilt das Verkehrsministerium mit.

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