Land baut Radnetz in der Region weiter aus

„Radverkehr spielt entscheidende Rolle für die Verkehrswende“

„Der Ausbau des Radnetzes geht voran. Baden-Württemberg gilt mittlerweile als Vorbild bei der Radverkehrsförderung“, freuen sich die Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen (Grüne) und Fabian Gramling (CDU). Der Kreis Ludwigsburg profitiere von dem heute vorgestellten Förderprogramm für kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur. Neu ins Bauprogramm 2020 aufgenommen wurden der Radweg entlang der Kreisstraße 1623 zwischen Gemmrigheim und Besigheim, der Neubau der Fuß- und Radwegeverbindung Hoftal in Oberstenfeld, sowie die Umgestaltung des Knotenpunkts Talstraße/Besigheimer Straße in Bietigheim-Bissingen.

„Mit dem Neu- und Ausbau dieser Radwege verbessert sich die Infrastruktur im Kreis deutlich“, betonen Renkonen und Gramling. Besonders die Strecke zwischen Gemmrigheim und Besigheim bietet Schülern eine neue Verbindung, auch wenn die richtige Trassenführung zwischen dem Landkreis und der Gemeinde Gemmrigheim politisch bis zuletzt umstritten war. Radfahren ist Klimaschutz. Klar ist: Wenn wir wollen, dass die Menschen mehr radeln, brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege. Die Radverkehrsförderung spielt eine entscheidende Rolle für die Verkehrswende. Baden-Württemberg möchte Wegbereiter einer nachhaltigen Mobilität werden. Ziel ist, den Radverkehrsanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. „Wir wollen, dass auch der Weg zum Arbeitsplatz immer häufiger mit dem Rad zurückgelegt wird. Pendeln mit dem Rad soll schnell und sicher sein.“

Gerade in dieser schwierigen Phase stelle das Landesprogramm zur Radverkehrsinfrastrukturförderung gleichzeitig auch ein wichtiges Konjunkturprogramm dar. „Es bietet viele Chancen, insbesondere auch für die mittelständische regionale Bauwirtschaft. Dabei sind Radverkehrsmaßnahmen längst nicht mehr nur Kleinmaßnahmen. Bei mehr als 90 Vorhaben im ganzen Land handelt es sich um Infrastrukturinvestitionen in Millionenhöhe“, so die beiden Abgeordneten.

Insgesamt hat das Land Baden-Württemberg in das Förderprogramm für den Bereich Rad- und Fußverkehr nun Bauvorhaben mit einer Förderhöhe von etwa 58 Millionen Euro neu aufgenommen. Dies ist eine Verdreifachung innerhalb von zwei Jahren. 2019 betrug die Förderung 30 Millionen Euro, 2018 waren es noch 18 Millionen Euro Förderbetrag. Im neuen Programm liegt der Schwerpunkt der Förderung bei neuen Radwegen, Schutz- und Radfahrstreifen sowie Fahrradabstellanlagen.

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