Land fördert Forschung zum automatisierten und vernetzten Fahren

„Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg“ bekommt weitere 300.000 Euro für wissenschaftliche Begleit- und Wirkungsforschung

Das „Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAFBW)“ wird mit weiteren Fördermitteln des Landes unterstützt. Das Konsortium, das diese Forschungsaktivitäten steuert, hat einen Förderbescheid in Höhe von rund 300.000 Euro für Forschungen zum automatisierten und vernetzten Fahren mit Schwerpunkt verkehrliche Wirkungen erhalten. Daran beteiligt sind das FZI Forschungszentrum Informatik, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die e-mobil BW. Wie das Verkehrsministerium in Stuttgart am 23.01.2019 mitteilte, soll die Begleitforschung im Projekt „bwirkt“ bis Ende 2021 laufen.

Hauptziel des Vorhabens ist es, die laufenden Anwendungen und Projekte auf dem Testfeld zu prüfen. Es soll ermittelt werden, welche technologische, gesellschaftliche, rechtliche und vor allem verkehrliche Wirkungen festzustellen und zu bewerten sind. Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, sagte: „Automatisierung ist für uns kein Selbstzweck, deshalb ist es gut, dass die verkehrlichen Wirkungen des autonomen Fahrens gezielt untersucht werden. Unser Ziel ist mehr Verkehrssicherheit und Effizienz, aber auch mehr Klimaschutz!“

Die Begleit- und Wirkungsforschung ist ein wichtiges Instrument, um das Testfeld weiterzuentwickeln. Es soll beurteilt werden, welche verkehrlichen Aspekte in welcher Qualität auf dem Testfeld untersucht werden können. „Wir werden eine Art Qualitätsmerkmal des Testfeldes in verkehrlicher Hinsicht erhalten, um dessen Einsatzzwecke besser beurteilen zu können,“ erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann.

„Die Begleitforschung „bwirkt“ untersucht anhand der Testprojekte im TAFBW die Auswirkungen des automatisierten und vernetzten Fahrens auf die Verkehrsnachfrage und den Verkehrsfluss. Wir wollen also herausfinden, welche Folgen es sowohl für das Verkehrsverhalten der Menschen als auch für den Straßenverkehr hat, wenn mehr und mehr Fahrzeuge autonom unterwegs sind, sodass wir die Entwicklung in der Zukunft abschätzen und darauf reagieren können“, sagt Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen (IfV), der das Projekt seitens des KIT leitet.

Inzwischen sind fünf Forschungsprojekte des Forschungsförderprogramms „Smart Mobility“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und des Ministeriums für Verkehr mit einem Volumen von insgesamt circa 2,5 Millionen Euro angelaufen, die das Testfeld nutzen werden. Hinzu kommt das vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) mit ebenfalls rund 2,5 Millionen Euro geförderte ÖPNV-Projekt „EVA-Shuttle“. Das Projekt leitet das FZI Forschungszentrum Informatik mit den Projektpartnern Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, Robert Bosch GmbH, TÜV Süd Auto Service GmbH und Deutsche Bahn AG. Begleitet wird das Projekt von den assoziierten Partnern INIT GmbH, Stadt Karlsruhe und Karlsruher Verkehrsverbund / Albtal-Verkehrs-Gesellschaft.

Weitere Informationen über das autonome Fahren gibt es hier und über das Testfeld im Internet unter www.taf-bw.de.

Weitere Informationen über das Forschungsprogramm „Smart Mobility“ finden Sie hier.

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