Land macht Weg für Tempolimit von 100 in Freiberg frei

Damit reagiert das Verkehrsministerium auf einen Vorstoß des Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen – Stadt muss die Maßnahme allerdings verbindlich in den Lärmaktionsplan aufnehmen

Freiberg/Neckar – Nach zähen Verhandlungen zeichnet sich nun doch ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf einem Teilstück der A 81 bei Freiberg/Neckar ab. „Das wäre ein großer Erfolg zum Schutz der lärmgeplagten Bürgerinnen. Zudem kann die Verkehrssicherheit erhöht werden”, freut sich der Grünen-Landtagsabgeordnete, der sich zuletzt immer wieder für eine Geschwindigkeitsbegrenzung stark gemacht hatte. Zudem hat der Verwaltungsgerichtshof in einem Grundsatzurteil die Belange von lärmgeplagten Bürgerinnen gestärkt. Darin wurde das Land verpflichtet, auch dann Gegenmaßnahmen der Kommunen zu genehmigen, wenn die geltenden Lärmrichtwerte unterschritten werden.

Das Verkehrsministerium in Stuttgart hat dieser Maßnahme nun im Grundsatz zugestimmt. Das Ministerium fordert allerdings, dass die Maßnahme in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium in Stuttgart verbindlich in den Lärmaktionsplan der Stadt aufgenommen wird. „Der Ball liegt nun bei der Stadt Freiberg”, sagt Renkonen.

Nach Ansicht des Grünen-Verkehrspolitikers sind weitere Maßnahmen zur Lärmsenkung unerlässlich, nachdem der Bund bislang keinerlei Zusagen für den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Neckarbrücke in Aussicht gestellt hat. Renkonen erinnert daran, dass die A 81 die Freiberger Ortsteile Heutingsheim und Beihingen wie eine Stadtautobahn zerschneidet. In Spitzenzeiten verkehren über 135.000 Fahrzeuge auf der Autobahn.

Ein streckenbezogenes Tempolimit könnte die Lärmbelastung der Bevölkerung durchschnittlich um mindestens einen Dezibel senken. Zusammen mit dem lärmoptimierten Flüsterasphalt, der vor mehreren Jahren für rund 7 Millionen Euro auf die A 81 aufgebracht worden ist, wird die Lärmbelastung um rund 5 Dezibel am Tag gesenkt.

Um das Tempolimit umzusetzen, kann die Stadt Freiberg/Neckar auf die Lärmkartierung der Landesanstalt für Umwelt und Messungen (LUBW) zurückgreifen. Laut Renkonen haben bislang 20 Städte und Gemeinden im Kreis Ludwigsburg einen genehmigten Lärmaktionsplan vorgelegt. Freiberg gehört noch nicht dazu, dort ist das Planwerk noch in Arbeit.

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