Land strebt mehr insektenfreundliche Bepflanzung entlang von Straßen an

Daniel Renkonen: „Neue Ausschreibungspraxis für Saatgut sorgt für mehr Artenvielfalt.“

Die grün-schwarze Landesregierung möchte die straßenbegleitenden Grünflächen weiter ökologisch aufwerten. „Um dem massiven Insektensterben entgegenzuwirken, setzt das Land auf mehr insektenfreundliche Blumen und Gräser entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen“, so der grüne Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen.  So seien zum Beispiel die Fluginsekten in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren um mehr als 75 Prozent zurückgegangen.

Ziel sei eine möglichst vielzählige Tier- und Pflanzenwelt in den 27.000 Hektar „Straßenbegleitgrün“ in Baden-Württemberg. „An den Straßen soll es mehr blühen, um Insekten wie Bienen besser zu schützen.“ Dazu ändert das Land die Vorgaben bei der Ausschreibung von Saatgut. Die Mustertexte werden zurzeit überarbeitet und die Herkunftsnachweise für das Saat- und Pflanzgut neu geregelt.

„Die ökologische Aufwertung des Straßenbegleitgrüns ist darüber hinaus auch Teil des im letzten Jahr beschlossenen `Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt`“, betont der Verkehrs- und Umweltpolitiker.  Mit dem Programm stellt das Land insgesamt 30 Millionen Euro für die Jahre 2018 und 2019 zur Verfügung.

Des Weiteren habe das Verkehrsministerium im Juni 2017 ein Modellprojekt mit ausgewählten Landkreisen gestartet, das die Reduktion der Grünpflegekosten bei gleichzeitiger Erhöhung der biologischen Vielfalt im Straßenbegleitgrün zum Ziel hat. Das von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen betreute Projekt wird in diesem Jahr auf weitere drei Landkreise ausgeweitet.

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