Marbach wird Fair-Trade-Stadt

Bündnis für mehr Gerechtigkeit in der Welt – Umweltminister übergibt der Schillerstadt den Siegel

Seit vergangenen Samstag ist es amtlich: Auch die Stadt Marbach/Neckar darf sich Fair-Trade-Stadt nennen. Im Rahmen der baden-württembergischen Nachhaltigkeitstage überreichte Umweltminister Franz Untersteller dem Marbacher Bürgermeister Jan Trost im Beisein vieler Ehrenamtlicher das offizielle Fair-Trade-Siegel. Einer der Väter dieser besonderen Auszeichnung ist PULS-Stadtrat Hendrik Lüdtke, der sich seit Jahren zusammen mit anderen Ehrenamtlichen für den fairen Handel in der Schillerstadt einsetzt.

Die Stadt unterstützt damit den fairen Handel, um den Menschen in der so genannten Dritten Welt wie Kakaobauern faire Wettwerbschancen zu ermöglichen. Außerdem sollen die Plantagen nachhaltig bewirtschaftet werden. Bislang knausern die Bundesbürger eher beim Kauf von fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Tee, Bananen oder Rosen. Umgerechnet gibt jeder Deutsche pro Kopf im Jahr nur 18 Euro für Fair-Trade-Waren aus. Die Schweizer sind da vorbildlicher. Sie geben 87 Euro pro Kopf aus.

Die Schillerstadt musste fünf Kriterien für den Siegel erfüllen:

  1. Der Gemeinderat hat eine Resolution beschlossen, dass in den Sitzungen sowie in Büros oder Kantinen der Schillerstadt nur Fair-Trade-Kaffee oder Tee angeboten wird.
  2. Eine bestimmte Anzahl von Läden und Cafés muss mindestens zwei Fair-Trade-Produkte leicht zugänglich zum Verkauf anbieten.
  3. Es muss eine Steuerungsgruppe eingerichtet werden, die Informationen zum fairen Handel erstellt sowie ökologische und soziale Standards für die Beschaffung von Produkten/Materialien erstellt.
  4. Es müssen Fair-Trade-Aktivitäten an den örtlichen Schulen stattfinden. Das Friedrich-Schiller-Gymnasium und demnächst auch die Anne-Frank-Realschule tun dies mit eigenen Arbeitsgruppen.
  5. Auch die Medien müssen über die Fair-Trade-Aktivitäten berichten, was dokumentiert wird.
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