Mehr Geld für Straßensanierungen im Landkreis

Landtagsabgeordneter Renkonen sieht trotz vieler Fahrbahnerneuerungen weiterhin einen großen Sanierungsstau im nördlichen Kreisgebiet – Bund zum Bau einer Lärmschutzwand in Freiberg aufgefordert

Bietigheim-Bissingen – Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen will sich für mehr Sanierungsgelder im Landesstraßenbau einsetzen. „Wir stehen im Land vor harten Haushaltsberatungen für die kommenden Jahre, aber wir dürfen auf keinen Fall an der Modernisierung unserer Verkehrsinfrastruktur sparen”, warnt der Grünen-Verkehrspolitiker. Besonders im nördlichen Kreisgebiet sieht Renkonen weiterhin einen großen Sanierungsstau, der schrittweise beseitigt werden müsse. Als besonders dringliche Sanierungsvorhaben bezeichnet er die völlig marode L 1138 zwischen Freiberg/Neckar und Benningen, die Holperpiste L 1110 zwischen Tamm und Bietigheim-Bissingen sowie die L 1138 Asperg/Eglosheim und die Ortsdurchfahrten von Oberstenfeld-Gronau, Ingersheim und Pleidelsheim.

Darüber hinaus müsse der Lärmschutz für die Bewohner in Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim verbessert werden. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass entlang der A 81 in Höhe der Neckarbrücke von Freiberg/Neckar endlich eine Lärmschutzwand vom Bund gebaut wird. Die CDU/SPD- geführte Bundesregierung und das Bundesverkehrsministerium müssen jetzt liefern.” Nur so lasse sich die Dauerbeschallung der Stadt Freiberg und ihrer Ortsteile spürbar senken, ist der Grünen-Politiker überzeugt. „Es darf nicht sein, dass die Anwohner zum Spielball von verkehrspolitischen Entscheidungen werden.”  Den von der Stadt Freiberg und Bürgermeister Dirk Schaible geforderten “Autobahndeckel” über die A 81 hält Renkonen allerdings für “unrealistisch”, weil dies an den zu hohen Kosten scheitern dürfte. Eine Lärmschutzwand sei kostengünstiger und politisch eher umsetzbar. Ein achtstreifiger Ausbau ohne zusätzlichen Lärmschutz allein reiche aber nicht aus.

Trotz des anhaltenden Sanierungsstaus dankte der Grünen-Politiker den Straßenverkehrsbehörden des Bundes und Landes für ihre Investitionen in die Zukunft. „Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel für Sanierungen getan worden”, lobt er. Allein das Land hat fast 9 Millionen Euro seit dem Jahr 2011 in die Verkehrsinfrastruktur im nördlichen Kreisgebiet hineingesteckt. Und der Bund hat erst in den Sommerferien die Fahrbahn der stark befahrenen Autobahnanschlussstelle Ludwigsburg-Nord erneuert. „Da fährt man jetzt wie auf Samt”, lobt Renkonen.

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