Moorbrand: THW verhindert noch größere Umweltkatastrophe

Grünen-Landtagsabgeordneter Daniel Renkonen dankt den ehrenamtlichen Helfern der Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen für ihren unermüdlichen Einsatz

Ludwigsburg – Das Technische Hilfswerk (THW) hat durch seinen beispiellosen Rettungseinsatz eine noch größere Umweltkatastrophe im Hochmoor von Meppen (Niedersachsen) verhindert. Mit beim Einsatz waren Angehörige des THW in Bietigheim-Bissingen. Das berichtet der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen. Nur durch die Hochdruck-Wasserpumpen des THW sei es überhaupt gelungen, den von der Bundeswehr verschuldeten Brand im Moor zu löschen. „Dadurch konnte eine noch größere Klimakatastrophe verhindert werden”, so der Abgeordnete. Die Bundeswehr sei mit dem Rettungseinsatz selbst „völlig überfordert gewesen”, teilte der Grünen-Politiker mit. „Wir sind froh, dass wir so ein gut aufeinander abgestimmtes Rettungswesen haben”, ist Renkonen überzeugt.

Das THW sei auch für die Katastropheneinsätze in Baden-Württemberg unverzichtbar. „Wir brauchen das Know-how des Hilfswerkes für unsere Katastrophenschutzpläne im Land, um unsere Feuerwehren und Rettungsdienste wie das DRK professionell zu unterstützen.” Denn der fortschreitende Klimawandel sei eine Herausforderung und ohne die sehr gut geschulten Rettungskräfte nicht mehr zu bewältigen, steht für den Grünen-Politiker fest.

Wie berichtet, hatte die Bundeswehr durch einen „versehentlichen Raketenbeschuss” von einem Hubschrauber aus das vertrocknete Moor in Niedersachsen selbst in Brand gesetzt. Moore sind für den Klimaschutz besonders wichtig, weil sie besonders viel des klimaschädlichen CO2 binden. Umso verheerender war der missglückte Einsatz der Bundeswehr: „So etwas darf hochausgebildeten Streitkräften einfach nicht passieren”, kritisiert Renkonen. Da die Löschraupen der Bundeswehr ausgefallen sind, mussten THW und Feuerwehr in einem beispiellosen Einsatz einspringen, um einen Flächenbrand verbunden mit einem gigantischen CO2-Ausstoß zu verhindern. Nur dank der Hochleistungspumpen des THW mit einer Leistung von 25 000 Litern in der Sekunde sei es gelungen, die Wasserversorgung für den Löscheinsatz der Feuerwehren zu gewährleisten. Zudem habe das THW durch die Feldküche bis zu 3200 Rettungskräfte täglich versorgt. „Das war eine großartige Leistung, die bislang völlig unerwähnt geblieben ist”, wundert sich Renkonen.

Er dankte insbesondere den Einsatzkräften der Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen, die eine Woche lang an dem Rettungseinsatz im Meppener Moor teilgenommen hätten, um die verheerenden Brände zu löschen.

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