Nullrunde im VVS wäre ein wichtiges Signal zur Stärkung des ÖPNV

Der Grünen-Verkehrspolitiker appelliert an den Kreistag, dem Finanzierungskompromiss zwischen dem Land und der Stadt Stuttgart zuzustimmen

Ludwigsburg – Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen hat an den Kreis Ludwigsburg appelliert, auf eine Preiserhöhung der VVS-Tarife zu verzichten und sich dem vorliegenden Finanzierungsvorschlag von Land und Stadt anzuschließen. Wie berichtet, will das Land rund 3,15 Millionen Euro der VVS-Kostensteigerungen von insgesamt 10 Millionen Euro übernehmen. „Wir haben lange politisch dafür kämpfen müssen, dass der Bahn- und Busverkehr in der Region Stuttgart preisgünstiger wird. Das ist durch die große Tarifreform im vergangenen Jahr gelungen. Daher wäre es kontraproduktiv, nun wieder die Preisschraube anzuziehen“, sagt der Grünen-Verkehrspolitiker dazu.

Nach Berechnungen des VVS wären zur Deckung der Kostensteigerungen im Jahr 2020 eine Fahrpreiserhöhung um 3,5 Prozent notwendig. Etwa die Hälfte (1,8 Prozent) ließe sich durch höhere Fahrgastzahlen erwirtschaften. Die verbleibenden rund 1,7 Prozent (umgerechnet etwa 10 Millionen Euro) der Kostensteigerungen müssen als Ausgleich an die Verkehrsunternehmen SSB, Deutsche Bahn und die Busunternehmen in den Kreisen bezahlt werden.

Es ist immer die einfachste Lösung, sich das fehlende Geld von den Fahrgästen zu holen“, sagt Renkonen. Nur diese Vorgehensweise bremse den öffentlichen Nahverkehr mittelfristig aus, weil es dadurch noch schwerer wird, die Menschen zum Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen“, so der Grünen-Politiker. Insofern hofft er, dass die Landkreise das „Sonderangebot“ des Landes annehmen, das pro Jahr immerhin rund 3,15 Millionen Euro des Abmangels schultern würde.

Die Nullrunde ist auch ein wichtiges Signal für einen besseren Klimaschutz, weil die umweltfreundliche Mobilität durch finanzielle Anreize gezielt gefördert wird. Immerhin trägt der motorisierte Individualverkehr zu knapp 30 Prozent der CO-Emissionen in Baden-Württemberg bei.

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