Reform der Verkehrsverbünde dringend erforderlich

Daniel Renkonen sorgt sich um drastischen Rückgang beim ÖPNV und fordert zusätzliche Anreize für Busse und Bahnen

Bietigheim-Bissingen – Mit Sorge hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen auf den drastischen Fahrgast-Rückgang von bis zu 80 Prozent des öffentlichen Verkehrs reagiert. Der Abwärtstrend betreffe vor allem Busse und Bahnen. Laut einer Studie des Zentrums für Luft- und Raumfahrtforschung (DLR) gaben über die Hälfte der befragen ÖPNV-Nutzer in einer repräsentativen Umfrage an, dass sie sich in Bussen und Bahnen seit der Corona-Krise „deutlich unwohler fühlen“. „Das ist fatal für den Klimaschutz“, sagt Renkonen.

Der Grünen-Politiker hofft nun auf eine Trendwende, denn Busse und Bahnen seien weiterhin die „sichersten Verkehrsmittel“ und das „Rückgrat“ unserer Mobilität. „Die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus in Bussen und Bahnen ist durch die Maskenpflicht und die Einhaltung der Abstandsregeln minimal.“

Der Grünen-Politiker hält obendrein weitere Tarifverbesserungen sowie eine Reform der Verkehrsverbünde für dringend erforderlich. „Wir benötigen ein 365-Euro-Jahresticket, das für alle Personengruppen finanziell wirklich attraktiv ist.“ Dieses Ticket könne auch als verbundübergreifender BW-Landestarif angeboten werden. Zum anderen müsse die Zahl von landesweit 22 Verkehrsverbünden durch regionale Zusammenschlüsse dringend reduziert werden, fordert Renkonen. „In kaum einem Bundesland gibt es so viele Verbünde und Einzelregelungen wie in Baden-Württemberg. Diese Kleinstaaterei führt zu einem Tarifwust und zu Reibungsverlusten. Fünf große Verkehrsverbünde reichen für die Größe Baden-Württembergs aus.“

„Es ist gerade in der Corona-Krise deutlich geworden, dass wir einen neuen Schub für den ÖPNV benötigen. Der Staat kann nicht permanent Rettungsschirme für notleidende Unternehmen aufspannen, sonst ist das Land bald selbst pleite.“ Insofern sei nun eine gute Gelegenheit, längst überfällige Reformen einzuleiten, die mit Sicherheit auch zu Synergien und Kosteneinsparungen führen werden, ist Renkonen überzeugt. Hierzu gehöre eine landesweite Reform der Verkehrsverbünde.

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