Region bremst die Windkraft im Kreis Ludwigsburg aus

Grünen-Abgeordneter Daniel Renkonen kritisiert Streichkonzert von Vorranggebieten des Planungsausschusses und fordert von der Regionalversammlung eine Kurskorrektur

Kirchheim/Neckar – Mit Unverständnis hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen auf das Streichkonzert von Windkraft-Standorten im Kreis Ludwigsburg reagiert. „Der vor allem von der CDU-Regionalfraktion eingefädelte Beschluss bremst den Ausbau einer umweltfreundlichen Technologie aus und verprellt Investoren und Bürger, die sich für die Energiewende einsetzen.” Laut Renkonen gibt es keine objektiv nachvollziehbaren Gründe, warum die Standorte in Kirchheim/Neckar und Ingersheim als Vorranggebiete wieder gestrichen wurden. Beide Standorte seien nach Auffassung von Fachleuten wegen ihrer überdurchschnittlichen Windausbeute gut für moderne Windenergieanlagen geeignet. Zudem gebe es in Kirchheim und Ingersheim deutlich weniger Konflikte mit dem Artenschutz als anderswo. Verglichen mit der Gesamtfläche des Landkreises Ludwigsburg ist die Zahl der Vorranggebiete verschwindend gering.

Hinzu kommt, dass die Bürgergenossenschaften in Kirchheim und Ingersheim bereits viele Vorarbeiten wie die Einholung von Artenschutzgutachten geleistet hätten. „So wird bürger-schaftliches Engagement abgewürgt”, steht für den Grünen-Politiker fest.

Renkonen, der auch Sprecher des Arbeitskreises Umwelt/Energie der Landtagsfraktion ist, fordert von der Regionalversammlung zumindest bei den Standorten Kirchheim/Neckar und Ingersheim eine Kurskorrektur. „Es kann nicht sein, dass sich die Verbandsversammlung in diesen Fällen zur Speerspitze von Blockierern der Energiewende macht. Das passt nicht zu einer modernen und innovativen Region wie Stuttgart, die bei der Entwicklung von neuen Technologien `Spitze` ist.“

Unabhängig vom Beschluss der Region können die Bürgergenossenschaften trotzdem einen Genehmigungsantrag für die Windkraftanlagen stellen. „Das hat die grüne-rote Landesregie-rung im neuen Landesplanungsgesetz ausdrücklich zugelassen”, betont der Grünen-Politiker. Denn: Das letzte Wort bei der Genehmigung der geplanten Anlagen in Kirchheim/Neckar und Ingersheim haben das Landratsamt in Ludwigsburg und das Regierungspräsidium in Stuttgart.

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