Rekordsumme von rund 440 Millionen Euro für baden-württembergische Krankenhäuser

Gesundheitsminister Manne Lucha: „Die Krankenhäuser haben in den letzten Monaten gezeigt, welchen Stellenwert sie bei der
Bewältigung der Pandemie haben / Investitionen in
Krankenhaus-Landschaft weiterhin auf hohem Niveau“

Das Kabinett hat am Dienstag (2. März) das Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 mit einem Volumen von 248 Millionen Euro sowie die erste Tranche des sogenannten Krankenhausstrukturfonds-II-Programms mit einem Volumen von ca. 190 Millionen Euro verabschiedet. Der Landeskrankenhausausschuss hat sich bereits für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen ausgesprochen.

Gefördert werden insgesamt zehn Baumaßnahmen und vier Planungsraten (Details siehe ausführliche Liste im Anhang). Im Haushaltsplan 2020/2021 stehen insgesamt über eine Milliarde Euro für Krankenhausinvestitionen in Baden-Württemberg bereit, davon entfallen auf das Haushaltsjahr über 510 Millionen Euro. Ergänzt um die Mittel aus dem Gesundheitsfonds werden die Krankenhäuser im Land in den Jahren 2020 und 2021 mit rund 1,146 Milliarden Euro massiv unterstützt.

Die Krankenhausfinanzierung im Land bleibt damit weiterhin auf einem hohen Niveau. „Mein großer Dank gilt zunächst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Krankenhäusern“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Dienstag in Stuttgart. „Sie waren in den letzten Monaten bis zur Erschöpfung gefordert, sie standen und stehen an vorderster Front der Pandemie-Bekämpfung.“ Mit den laufenden und den letztjährigen Ausgleichszahlungen sei die Liquidität der Krankenhäuser und somit die Einsatzfähigkeit weiter gesichert.

„Auch mit unseren zusätzlichen Landesprogrammen haben wir die Krankenhäuser bei ihrer Arbeit massiv unterstützt. Parallel müssen wir jedoch auch die Zukunft der Kliniken fest im Blick haben und nach vorne schauen“, so Minister Lucha. Neben dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 solle nun mit der ersten Tranche des Krankenhausstrukturfonds-II-Programms der Neubau des Zentralklinikums Lörrach gefördert werden. „Das Projekt in Lörrach ist ein sehr gutes Beispiel für eine zukunftsgerichtete Krankenhausplanung“, sagte Lucha. 

Zum Thema Jahreskrankenhausbauprogramm ergänzte der Minister: „Das Pandemiegeschehen wird sich auch auf die Organisations- und Bauplanungen der Kliniken auswirken. Das Krankenhauswesen steht vor einem gewaltigen Umbruch. Die Medizinkonzepte der einzelnen Häuser müssen zum Teil neu geschrieben werden.“ Gerade bei den großen Neubauvorhaben im Land seien neue Maßstäbe im Bereich der Patientenaufnahme, der Versorgung und auch der Pflege anzulegen. „Mit dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 werden die Weichenstellungen vorgenommen, um die Krankenhäuser dabei zu unterstützen“, so Lucha. 

Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 

Mit einem Volumen von 248 Millionen Euro und insgesamt neun Baumaßnahmen und vier Planungsraten erstreckt sich das Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 über das gesamte Land Baden-Württemberg. Davon profitieren die Standorte in Achern, Albbruck, Böblingen-Sindelfingen, Bruchsal, Calw, Ehingen, Göppingen, Karlsruhe, Ludwigsburg, Mannheim, Offenburg, Schorndorf, Stuttgart und Winnenden. Als Alternativvorhaben werden Projekte in Mannheim, Nürtingen, Pforzheim, Stuttgart und Wangen gelistet.Eine Liste aller im Jahreskrankenhausbauprogramm verankerten Projekte finden Sie in der Anlage der Pressemitteilung. 

Bei den aufgeführten Beträgen handelt es sich um die jeweiligen Antragssummen der einzelnen Maßnahmen. Die konkreten Förderbeträge der einzelnen Projekte werden erst nach Abschluss der baufachlichen Prüfung festgelegt. Die Festlegung der Förderhöhe der Planungsraten erfolgt ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt.

Erste Tranche des Krankenhausstrukturfonds-II-Programms

Mit einem Volumen von ca. 190 Millionen Euro wird die erste Tranche des Strukturfonds umgesetzt. Auf Grund der gestaffelten Finanzierungsituation soll nun in einer ersten Tranche ein zentrales Projekt gefördert werden, aufgeteilt auf rund 95 Millionen Euro Fördermittel aus dem Gesundheitsfonds des Bundes und auf rund 95 Millionen Euro Landesmittel.

Es handelt sich hierbei um das Projekt Zentralklinikum Lörrach. Mit diesem beispielhaften Projekt kann ein großer Teil der Gelder aus dem Strukturfonds II für das Land Baden-Württemberg gebunden werden. Das Zentralklinikum Lörrach entsteht durch die Zusammenführung der stationären Versorgungsangebote der Standorte des gesamten Klinikverbundes. Gleichzeitig soll das Versorgungsangebot dieses Zentralklinikums mit dem Versorgungsangebot des St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach zu einer Einheit verschmolzen werden. Auch das ZfP Emmendingen wird in unmittelbarer Nachbarschaft einen eigenen Neubau erstellen. Der Neubau des Zentralklinikums soll am Standort Lörrach „Entenbad“ im Jahr 2025 in Betrieb gehen.

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