Renkonen befürwortet Kulanzregelung für VVS-Fahrgäste

Grünen-Politiker hält Entschädigung oder Rabatte für Jahreskarteninhaber wegen der Corona-Krise für angebracht – Land hilft notleidenden Busunternehmen

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen hat sich für eine Kulanzregelung des Verkehrs-und Tarifverbundes (VVS) ausgesprochen. „Der ÖPNV ist wegen der Corona-Krise fast völlig zusammengebrochen, weil viele ArbeitnehmerInnen wegen der anhaltenden Kontaktverbote die Busse und S-Bahnen seit über fünf Wochen gar nicht oder nur sporadisch nutzen konnten.“ Dies treffe insbesondere die JahreskarteninhaberInnen besonders hart. „Sie schauen jetzt in die Röhre.“ Da völlig unklar sei, wann sich das gesellschaftliche Leben wieder „normalisieren“ könne, sei eine Lösung auf Kulanzbasis innerhalb des VVS in Form einer Erstattung oder eines pauschalen Rabattes durch die Aufgabenträger von mindestens einem Monatsbeitrag erforderlich, so Renkonen. Denn einen Rechtsanspruch auf Erstattung gebe es wohl nicht.

InhaberInnen von PolygoCards, bei denen die Beiträge monatlich abgebucht werden, könnten durch die Möglichkeit einer vorübergehenden Deaktivierung der Karte finanziell entlastet werden. Sobald die Karte wieder gebraucht werde, könne man sie unbürokratisch wieder aktivieren, schlägt Renkonen vor.

Der Grünen-Politiker appellierte daher an den VVS-Aufsichtsrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen. „Dies ist ein wichtiges Signal für die treuen ÖPNV-NutzerInnen. Die Deutsche Bahn sei bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und habe bereits Rabatte für BahnCard-InhaberInnen gewährt.

Die grün-schwarze Landesregierung werde laut Renkonen den durch die Corona-Krise in Not geratenen Busunternehmen finanziell rasch helfen. Besonders die eigenwirtschaftlichen Verkehre hätten durch den Wegfall des Schüler- und Ausbildungsverkehrs teilweise dramatische Einnahmeverluste hinnehmen müssen. Sie wachsen mit jedem Monat immer weiter auf.

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