Renkonen: Frankenbahn wird ausgebaut und beschleunigt

Nach Gespräch mit Minister Hermann – Verkehrsministerium will im Sommer erste Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie mit Maßnahmen vorlegen – Petition der CDU als „populistisch“ kritisiert

Nach dem Kompromiss um den neuen Fahrplan auf der Frankenbahn hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen mit Verkehrsminister Winfried Hermann über die weiteren Perspektiven auf der stark belasteten Strecke gesprochen. Beide Politiker waren sich einig, dass die bedeutende Schienenverbindung insgesamt „schneller und stabiler“ werden muss. Hermann sicherte zu, dass er sich für einen zügigen, zweigleisigen Ausbau des Engpasses zwischen Möckmühl und Züttlingen einsetzt. Zudem lasse sein Haus gerade einen weiteren Ausbau der Infrastruktur prüfen. „Ich rechne mit ersten Ergebnissen bis zum Sommer“, teilte der Verkehrsminister dem Grünen-Abgeordneten mit. Insgesamt benötigt die Bahn von Stuttgart nach Würzburg derzeit 2:10 Stunden. „Sie fährt damit dem Auto zeitlich hinterher“, so Renkonen.

Daher müssen sich die  Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit verbessern. Viele Pendler haben nach wie vor mit Zugausfällen und Verspätungen zu kämpfen. Auch die Angebote könnten erweitert werden. „Dafür ist der Ausbau der Infrastruktur erforderlich“,  sagte  der Verkehrspolitiker Renkonen.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, die dem Verkehrsministerium untersteht, hat hierzu eine Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben. Dabei wird etwa der Engpass zwischen Möckmühl und Züttlingen betrachtet. Auf diesem Abschnitt ist die Strecke nur eingleisig. Als „Flaschenhals“ auf der bedeutenden Strecke gilt auch die Zufahrt des wichtigen Schienengüterverkehrs zu den Salzwerken in Bad Friedrichshall  und zu Audi in Neckarsulm. Durch die Verlegung des Industriegleises könnte der Personenverkehr beschleunigt werden. „Dazu müssen die betroffenen Unternehmen aber mitziehen und sie müssen von der Verlegung natürlich mitprofitieren, sagte Daniel Renkonen.

Mit Unverständnis reagierten die Grünen-Politiker auf die Öffentlichkeitskampagne von CDU-Politikern entlang der Strecke, die das Ministerium zuletzt heftig kritisiert hatten und ihre Petition trotz des Fahrplankompromisses weiter laufen lassen. Offenbar versuchen einzelne CDU-Politiker die Stimmung zusätzlich aufzuheizen, um daraus für die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen Honig zu saugen. „Das ist billiger Populismus“, steht für Renkonen fest.
Erst In der vergangenen Woche hatten sich das Verkehrsministerium und die Bürgermeister der Anrainerkommunen der Frankenbahn sowie die Stadt Heilbronn auf einen Kompromiss zum Fahrplan geeinigt.

In den Hauptverkehrszeiten gibt es nun immer mindestens eine schnellere Verbindung von Heilbronn nach Stuttgart sowie zwei Verbindungen, die alle Halte anfahren.  Zwischen 6 und 7 Uhr sind es drei Verbindungen, die alle Halte bedienen.  Renkonen hatte die Einigung begrüßt. Durch den Kompromiss sei es gelungen, die Strecke aus Heilbronn nach Stuttgart einerseits zu beschleunigen, aber andererseits die Unterwegshalte mit zu berücksichtigen.

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