Unzulässiger Bauschutt in Naturpark-Wegen beseitigt

Renkonen und Rösler: Aufmerksame Bürgerinnen und Bürger melden Missstand

Auf Anfrage der beiden Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen und Dr. Markus Rösler (beide GRÜNE) bestätigt das baden-württembergische Umweltministerium, dass im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
ungeeignetes Abbruchmaterial beim Wegebau eingesetzt worden war.

Inzwischen ist das verunreinigte Material größtenteils entfernt und ordnungsgemäß entsorgt worden. Renkonen und Rösler, beide Mitglied im Umweltausschuss des Landtages, setzten sich erfolgreich für die
Aufklärung der Fälle und der Beseitigung der Missstände ein. Sie betonen, dass durch das Fehlverhalten Einzelner bestehende Maßnahmen nicht konterkariert werden dürfen. „Das Umweltministerium und die
Baustoffwirtschaft haben gemeinsam ein gutes System für die Qualitätssicherung von RecyclingBaustoffen aufgebaut – daran müssen sich alle halten“, erklärt Renkonen.

Der Fall gelangte über eine Umweltmeldung an das Umweltministerium des Landes. Zudem informierten Renkonen und Rösler das Ministerium und baten um Aufklärung. Daraufhin veranlasste das Ministerium
eine chemische Untersuchung des Materials. Die Ergebnisse zeigten, dass die Verdachtsmomente berechtigt waren: Bei den Proben im Gemeindewald Zaberfeld wurden mehrere Überschreitungen bei Mineralölkohlenwasserstoffen und beim Schadstoff PCB ermittelt. Bei den Baumaßnahmen im Stadtwald Beilstein ergaben sich eine Überschreitung im beim Grenzwert für PCB und ebenfalls mehrere Überschreitungen bei PAK.

„Ich bin dankbar für die Aktivitäten der aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger und den BUND vor Ort, die den Missstand dem Umweltministerium und auch uns gemeldet haben“, sagt Rösler. Dies sei ein gutes Beispiel für vorbildliches Engagement und Naturschutz. Wie bei Umweltmeldungen üblich wurde die vor Ort zuständige Behörde, das Landratsamt Heilbronn, um Überprüfung der Angelegenheit gebeten: Das Ministerium hat das Landratsamt aufgefordert, gegenüber zwei Firmen den vollständigen Ausbau des ungeeigneten Materials durchzusetzen. Dies ist nach Information des Umweltministeriums inzwischen abgeschlossen.

Beauftragt wurden die Firmen ursprünglich von den Waldeigentümern: der Gemeinde Zaberfeld und der Stadt Beilstein. Grundsätzlich sei gegen die Verwendung von aufbereitetem Bauschuttmaterial im Waldwegebau nichts
einzuwenden, wenn das Material der besten Qualitätsstufe entspricht und sich die Lieferfirmen einem System zur Qualitätssicherung angeschlossen haben, so Umweltminister Franz Untersteller (GRÜNE) in seinem Schreiben an die Abgeordneten. Dann sei der Einbau von Recyclingbaustoffen auch in
Naturschutzgebieten zulässig und ökologisch unbedenklich. „In den vorliegenden Fällen wurden diese Regularien ganz offensichtlich nicht eingehalten“, moniert auch Untersteller in dem Schreiben an Renkonen und Rösler. „Wir erwarten, dass gerade die betroffenen Firmen in Zukunft in besonderem Maße auf gesetzliche Vorschriften achten. Das Verbauen giftiger Stoffe in Schutzgebieten ist kein Kavaliersdelikt”, formulieren
die Grünen Abgeordneten Renkonen und Rösler ihre Erwartungshaltung sehr deutlich.

,
Vorheriger Beitrag
Land fördert Projekte in Großbottwar mit über einer halben Million Euro
Nächster Beitrag
Mehr als 700.000 Euro für den ländlichen Raum

Ähnliche Beiträge

Menü