Waldspaziergang im Bietigheimer Forst

Rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen auf Einladung des Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen bei traumhaften Herbstwetter zum Bietigheimer Forst, um sich über den Gesundheitszustand unserer Wälder zu informieren.  Gemeinsam mit Förster Axel Armbruster wurden Rotbuche, Eiche und Douglasie genau unter die Lupe genommen.

Besonders zu schaffen macht vielen Baumarten und Lebenwesen die anhaltende Trockenheit. Rund 700 Liter Wasser im Jahr benötigt beispielsweise eine Weißtanne um gesund zu wachsen. Im Jahr 2018 fielen dagegen bisher nur rund 200 Liter, davon der Großteil im Frühjahr. Ein Problem, dass den Bestand der heimischen Baumarten erheblich bedroht.. Vielerorts geht man dazu über Bäume zu pflanzen, die mit weniger Flüssigkeit überleben können. Die Douglasie kommt beispielsweise auch mit 200 Liter jährlichen Niederschlags noch zu recht.

Auch die Eichenprozessionsspinne macht deutsche Wälder immer häufiger zu Gefahrenzonen- Die Entfernung der Nester ist mit einem immensen Aufwand verbunden und sehr teuer. Im Bietigheimer Forst gibt es glücklicherweise nur Einzelfälle, die bisher noch nicht bedrohlich für die zahlreichen Waldbesucher wurden. Auch Borkenkäfer richten, besonders bei erheblicher Trockenheit wie in diesem Jahr und trotz jahrelanger Erfahrung im Umgang, immer noch hohe Schäden an Waldbeständen in Deutschland an. Insgesamt gibt es 195 Sorgenkäfer in deutschen Wäldern – ein konstanter Kampf für viele Försterinnen und Förster.

Den zahlreichen Arten in unseren Wälder geht es hingegen sehr gut. Die Artenvielfalt ist in den letzten 100 Jahren nahezu unverändert. Der Wald ist als Ökosystem sehr stabil, da keine Düngung und nur in Einzelfällen Pestizide eingesetzt werden. Man achte aber auch mit besonderem Augenmerk auf den Erhalt und die Erweiterung der Lebensräume, insbesondere für Insekten berichtet Förster Armbruster.

Nach rund 2,5 Stunden im Bietigheimer Forst und mit zahlreichen neuen Eindrücken endete die Führung unter großem Beifall am Parkplatz beim Forsthaus.. Die zahlreichen Besucher zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Försterinnen und Förster. und der interessanten Führung Daniel Renkonen freute sich besonders über die große Resonanz auf die Veranstaltung: “Man sieht, dass sich viele Menschen mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur auseinandersetzen. Besonders in versiegelten und bevölkerungsreichen Regionen wie im Großraum Ludwigsburg ist jeder Quadratmeter Wald ein kostbares Gut, für dessen Erhalt wir hart arbeiten müssen.”

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